Unkategorisiert Archivi - Pasam Agrumi

Bienen und andere Bestäuber wie Schmetterlinge, Wespen, Marienkäfer, Spinnen usw. spielen eine entscheidende Rolle für die Natur und für uns Menschen.
Die Bestäubung ist der Prozess, durch den Pollen von einer Blüte zur anderen gelangt, wodurch sich Pflanzen vermehren und Früchte bilden können.
Dieser Prozess ist für den weltweiten Anbau von Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse von entscheidender Bedeutung.
Darüber hinaus ist ein Großteil der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen auf die Tätigkeit der Bestäuber angewiesen.

Heute jedoch befinden sich unsere Bestäuber in einer sehr schwierigen Lage: Insbesondere in Europa sind derzeit 9,2% der europäischen Bienenarten vom Aussterben bedroht.
Ohne sie würden viele Pflanzenarten aussterben und die derzeitigen Bestände…
Honig und Wildbienen sind für etwa 70% der Bestäubung aller auf dem Planeten lebenden Pflanzenarten verantwortlich und sichern etwa 35% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion.

Insekten, Pestizide und Veränderungen in der Landnutzung können die ihnen zur Verfügung stehenden Nährstoffe verringern und somit eine Bedrohung für ihre oft zahlreichen Kolonien darstellen.

PASAM Agrumi hat einen Plan zum Schutz der Bienen mit verschiedenen Maßnahmen entwickelt:

Intensivierung und Förderung des biologischen und biodynamischen Anbaus sowie das vollständige Verbot aller Produkte, die für Bienen gefährlich und schädlich sind;

Alle PASAM-Agrumi-Erzeuger verpflichten sich, auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb mindestens 10 Bienenstöcke pro Hektar für die Entwicklung der Bienenvölker zu unterhalten; der Bienenstock ist ein Häuschen, typischerweise aus Holz, in dem sich eine Bienenfamilie aus Königin, Drohnen und Arbeiterinnen fortpflanzt;

Alle PASAM-Agrumi-Erzeuger verpflichten sich, zwischen den einzelnen Zitrusreihen Hecken oder ausgewählte Pflanzen anzulegen, um die Anzahl der Blüten zu erhöhen und damit die Präsenz von Bestäubern zu verstärken.

Aus diesem Grund hat P.A.S.A.M. Agrumi eine enge Zusammenarbeit mit Carlo Amodeo begonnen, dem derzeit einzigen Züchter reinrassiger sizilianischer Schwarzbienen, sodass seine Imkerei im Jahr 2008 zum Slow-Food-Presidio ernannt wurde.

Mit Sitz in Termini Imerese (PA) an den Hängen des Naturschutzgebiets Monte San Calogero gilt seine Arbeit als weltweite Vorzeigeeinrichtung und als Maßstab für Biodiversität und Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel.

Die sizilianische Schwarzbiene zeichnet sich nicht nur durch ihre Farbe und ihre kleineren Flügel aus, sondern auch durch ihre außergewöhnliche Produktivität selbst bei extremen Temperaturen sowie durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten.

Und was kannst du in deinem kleinen Rahmen tun, um die Bienen zu schützen?

Pflanze bienenfreundliche Pflanzen: Fülle deinen Balkon oder Garten mit nektarreichen Blumen (wie Lavendel, Sonnenblumen, Rosmarin, Salbei, Phacelia und Luzerne). So haben die Bienen immer eine Nahrungsquelle.

Richte eine Wasserstelle ein: Stelle eine flache Schale mit Wasser und einigen Steinen oder Korken hinein, damit die Bienen landen und trinken können, ohne zu ertrinken.

Kaufe lokalen Honig: Unterstütze die Imker in deiner Umgebung, indem du Honig direkt bei ihnen kaufst, statt im Supermarkt.

Verzichte auf Pestizide: Verzichte in deinem Garten auf den Einsatz von chemischen Pestiziden, Unkrautvernichtungsmitteln oder Insektiziden und entscheide dich für biologische oder natürliche Anbaumethoden

Adoptiere einen Bienenstock: Du kannst Fernprojekte unterstützen, indem du über entsprechende Plattformen einen Bienenstock adoptierst oder verschenkst.

“Nur mit der Hilfe aller können wir den Trend umkehren und unsere wertvollen Freundinnen, die Bienen, retten!“

Siracusa, die Heimat des Archimedes, blühendes Fleckchen Erde, reich an Kultur und permanent sonnenverwöhnt, hat einen weiteren, stets güldenen Beigleiter: Die Zitronensorte Femminello Siracusano

Die Herkunft des Femminello Siracusano


Es ist bekannt, dass Sizilien die Fundgrube für Zitrusfrüchte ist, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass hier rund 90% des nationalen Zitronenanbaus betrieben wird. Unter ihnen ist die häufigste Variante die Femminello Siracusano. Ein besonderer Name, der sich auf die hohe Fruchtbarkeit der Pflanze und deren einzigartigen Geschmack bezieht. Mit einer Anbaufläche von 5.000 Hektar, nur in der Provinz Syrakus, deckt die Femminello allein ein Viertel der nationalen Zitronenproduktion ab.


Eigenschaften der Femminello Siracusano

Sie gilt, ob ihrer organoleptischen Eigenschaften, als eine der in Italien meist nachgefragten Sorten. Die Femminello- Zitrone ist im Allgemeinen von mittlerer Größe, sehr aromatisch und rund 30% saftiger als andere Zitronen. Ihre Farbe reicht von grün bis hin zu einem kräftigen Gelb. Sie hat eine glatte, feine Schale und nur wenige Kerne. Aber sie ist nicht nur außen schön! Die Zitrone aus Syrakus wird wegen der hohen Qualität ihrer ätherischen Öle, die sich in ihrer feinen, seidigen Schale und den Poren befinden, tatsächlich weltweit von den führenden Parfüm- und Kosmetikherstellern nachgefragt.

Nutzen und Gewinn der Femminello Siracusano 

Dem Rechnung getragen, dass Zitrusfrüchte durch ihren hohen Vitamin C Anteil und die enthaltene Zitronensäure wesentlich für das reibungslose Funktionieren unseres Körpers sind, kann die Femminello- Zitronen einige positiven Eigenschaften aufweisen. Sie wirkt nicht nur kühlend, erfrischend und entgiftend, sondern steht sowohl für eine ausgewogene Ernährung und zur Behandlung vieler Krankheiten, als auch für ihre antioxidative und entzündungshemmende Wirkung hoch im Kurs. Darüber hinaus ist die Syrakus- Zitrone Gegenstand einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit ihres Saftes zur Vorbeugung von Nierensteinen nachzuweisen. 

Unter Bio- Zitrone versteht man ein Produkt, das frei von synthetischen oder chemischen nur unter Verwendung natürlicher Substanzen nach baumschulgerechten Regeln zur Reife gelangt ist.
Wir, die landwirtschaftlichen Produzenten von Bio- Zitronen, arbeiten im Freien, was zur Folge hat, dass wir uns täglich mit all‘ dem, was die Natur bietet und verheißt, auseinanderzusetzen haben. Das bedeutet, dass unsere Zitronen auf Gedeih und Verderb Wetterbedingungen und leider auch Insekten- und Parasitenbefall aller Art ausgesetzt sind.

Diese beschädigen die Ernte, aber auch die Bäume selbst, was es zu verhindern gilt, wenn man den Zitronenhain nicht verlieren möchte. Aber wie? Für uns Bio- Zitronen- Produzenten verbietet sich aus ethischer und rechtlicher Sicht der Einsatz von synthetischen Chemikalien aus zweierlei Gründen:
Der offensichtlichste ist, dass es unsere Regeln nicht erlauben. Nicht ganz so trivial ist, dass die, die an diese Arbeit glauben, sich bereits vor mehr als 10 Jahren das biologische Bekenntnis auf ihre Fahne geschrieben haben, nicht mit der Schädigung der Natur und allem, was sie bietet, fortfahren zu wollen. Hemmungsloser Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel garantiert zwar in der Tat binnen kürzester Zeit eine ästhetisch perfekte Nicht-Bio-Zitrone, doch man fügt dem Ökosystem so nicht nur unmittelbar Schaden zu, sondern lässt Schädlinge dagegen auf lange Sicht so resistent werden, dass deren Bekämpfung am Ende faktisch unmöglich wird.

Das Grundwasser ist kontaminiert, im Erdreich befinden sich Rückstände durch den jahrzehntelangen Einsatz chemischer Substanzen und wir begünstigen so nicht nur ein Massensterben vieler Tier- und Insektenarten, sondern tragen so auch zur Verbreitung von, für unsere Kulturen, gefährlichen Schädlingen bei. Wir können nicht weiterhin tatenlos dabei zusehen.
An diesem Punkt fragen wir sizilianischen Bio- Bauern uns, wie wir dem Verbraucher ästhetisch schöne und makellose Bio- Zitronen auf den Tisch bringen können. Es stimmt schon, dass wir uns hauptsächlich um die Qualität im Inneren der Zitrone sorgen sollten, aber das Auge isst ja bekanntlich mit…

Wir können Praktiken und natürliche Techniken verwenden, die es uns ermöglichen, der Entwicklung der Populationen von Schadinsekten in unseren Zitronen entgegenzuwirken und diese unter biologischer Kontrolle zu halten. Dies ist ein absolut geniales Vorgehen, uns die Antagonisten unserer Bio- Zitronen vom Leibe zu halten, ohne die bereits prekäre Lage in der Natur zu verschlimmern und nebenher noch das Heranwachsen nützlicher Insekten- Populationen zur Verteidigung unserer Bio- Zitronen zu ermöglichen.

Man braucht in biologischen Zitronenhainen eine gewisse Anzahl von typisch Pflanzenfresser feindlichen Insekten, die den Schädlingsbefall dynamisch unter biologischer Kontrolle halten, als da wären: Schmarotzer und Beuteinsekten, die miteinander in Konkurrenz stehen. Erstere leben auf Kosten der siedelnden Blattschädlinge, unterbinden dadurch deren vollständige Entwicklung und bringen ihnen somit den Tod. Im zweiten Fall handelt es sich um natürliche Feinde, die sich von den Schädlingen, die unsere Zitronenbäume befallen, ernähren. Eine weitere Facette der biologischen Kontrolle ist die sogenannte „sexuelle Verwirrung“: Dabei sorgt man durch Freisetzung von Phänomonen in der Umgebung der Schädlinge für Verwirrung. Hierdurch wird die Möglichkeit, paarungsbereite Weibchen zu finden, erschwert, was letztendlich das Scheitern der Fortpflanzung ihrer Art zur Folge hat. Wir wünschen uns daher, dass immer mehr Bauern zur Philosophie des biologischen Zitronen- Anbaus finden, und dass sich die, die sich nicht mit den biologischen Techniken anfreunden können, in umsichtiger Weise um einen ergänzenden Pflanzenschutz bemühen und biologische Kontrolle als eine grundlegende Möglichkeit zum Schutz der Zitronen anerkennen. Nur so können wir den nachhaltigen Fortbestand mit dem Ziel realisieren, zukünftigen Generationen etwas positives zu hinterlassen.